Archive for November, 2010

Suche


Immer auf Suche

nach Frühling

nach Liebe

Immer auf Suche

nach Geborgenheit 

nach Angekommensein

Immer unterwegs

G.Rombach


Manche Tage


Manche Tage ist mir

als müsste doch noch

eine Nachricht von dir kommen

Das Radio spielt eine Mazurka von Chopin

und draußen hält der Herbst seinen Einzug

Aber auch solche Tage kann man überleben .

G.Rombach


Wählst du die Liebe….


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Wählst du die Liebe,
so heiße auch den Schmerz
willkommen,
denn ohne diesen Raum
muss Liebe sich in Schmerz verwandeln.

Wählst du das Leben,
so heiße auch den Tod
willkommen,
denn ohne diesen Raum,
wirst du lebendig begraben
bleiben.


So habe ich mir ein Stück Freiheit erobert


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So habe ich mir

nach diesen Erkenntnissen

ein Stück Freiheit erobert,

die Freiheit, bewusst zu entscheiden,

was ich fühlen und annehmen will und was nicht.

Und das ist es, was mich nun weiterführt,

weiterwachsen lässt, auf bewusste friedliche Weise,

die Freiheit zu entscheiden,

was ich leben will

und was nicht.


Loslassen endlich loslassen…


Loslassen, das ganze Elend hinter sich lassen – wer würde das nicht gerne? Doch wer kann das schon? Meist hilft das Leben einfach nach und dirigiert uns an unseren inneren Abgrund, wo nichts mehr geht als sich dem Fallen einfach hinzugeben.

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LOSLASSEN… woran denken wir dabei? … was wollen wir alles loslassen auf dem Weg in die Freiheit – in das Leben? Verletzungen aus der Kindheit und aus Liebesbeziehungen, die Wut auf Menschen, die uns nahe waren oder sind, die Empörung über das Verhalten einiger Menschen in sogenannten Machtpositionen, die Sorge um die Gesundheit und die Angst vor finanziellen Nöten… Angst, Kummer und Hass… Liebesleid…
Aber darum geht es nicht wirklich beim Loslassen, denn Loslassen hat nach meiner Erfahrung nichts mit „persönlichen Themen“ zu tun. „Persönliche Themen“ weisen uns vielleicht einen Weg in die Lösung, beim Loslassen geht es jedoch um das Leben selbst – und den Tod. Es geht darum, alles geschehen zu lassen, was geschieht, ohne etwas auszuklammern.
Manchmal geht es einem so schlecht, dass ein hektischer Drang entsteht, sich unbedingt von jemandem helfen zu lassen. Wir denken, dass wir es alleine nicht mehr schaffen. Wir wollen aus diesem Schmerz herausgeholt werden, ihn nicht mehr spüren müssen. Aber was geschieht, wenn wir diesen Schmerz einfach mal aushalten? Wenn wir uns in diesen Schmerz hineinfallen lassen und dort innehalten – ohne im „Außen“ nach einer Antwort zu suchen?

Das Tor: Sinnlosigkeit, Angst

In den tiefen Schmerz hineinfallen… ich durfte das erfahren und begegnete dabei meinen ganz persönlichen Themen. Extreme Verlustangst und diffuse innere Überzeugungen, „schuldig!“ und „nicht liebenswert“ zu sein wiesen mir mit vereinten Kräften den Weg dorthin.
Dabei fühlte sich doch gerade noch alles so perfekt an. Ich fühlte mich plötzlich „richtig“ hier auf dieser Welt – endlich angekommen im Leben und in der wahren Liebe, nachdem ich mich lange Zeit (aufgrund von Verletzungen, die nicht restlos ins Bewusstsein dringen konnten) vom Leben abgewandt hatte.
Und dann geschah es – von einem auf den anderen Moment: Ohne wirklich zu wissen, was passiert, war plötzlich alles „falsch“. Vom „Himmel“ fiel ich direkt in die „Hölle“, in einen Schmerz, in eine Sinnlosigkeit des Seins, in der es keine Verzweiflung oder Wut mehr gab, sondern nur noch Dunkelheit. Und ich war vollkommen einverstanden damit, auf der Stelle zu sterben.
Es geht hier nicht um Gefühle wie „Ich will sterben, weil alles so schrecklich ist!“ oder „Ich will eben nicht sterben, weil alles so wundervoll ist!“. Es gibt auch keine Frage mehr nach dem „Warum gerade jetzt?“ oder „Warum passiert das ausgerechnet mir?“ Es gibt gar keine Fragen mehr, nur eine themenlose Dunkelheit. Etwas ist geschehen, was mich in meiner Ursubstanz erschüttert hat, und das Urvertrauen ist (scheinbar) verloren. Nichts ist mehr da, woran ich mich festhalten könnte… es geschieht wie von selbst, als würde das Herz von sich aus beschließen, nicht mehr zu schlagen, und das Atmen einfach aufhören. Ich kann mich nicht mehr retten. Ich will mich nicht mehr retten und ergebe mich – lasse mich fallen in diesen Schmerz… direkt hinein in mein eigenes „Schwarzes Loch“.

Die innere Rettungsstelle

Und plötzlich gibt es keine Angst mehr… nichts, wovor ich mich fürchten müsste, denn nichts zählt im Vergleich zur inneren Erlaubnis, das eigene Leben zu verlieren – JETZT – in diesem Augenblick… und somit das zu bejahen, was für die meisten das Unvorstellbarste ist: den Verlust der eigenen Identität.
Was geschieht in diesem Moment – in diesem „Schwarzen Loch“? Etwas unerwartet Wunder-Volles. Ich werde aufgefangen – von mir selbst, durch etwas wie eine eigene „innere Rettungsstelle“. Sowie ich damit einverstanden bin, alles, was ich „habe“, auch wieder „zu verlieren“, sowie ich mich tatsächlich gegen nichts mehr wehre und alle Konzepte loslasse (wie es denn sein sollte, damit es „richtig“ ist), kann das Leben/die Liebe tatsächlich stattfinden. In meiner dunkelsten Kammer hat er auf mich gewartet, mein Tod, und dort ist er, seitdem ich geboren bin. Es ist die Begegnung mit dem eigenen Tod, die mich letztendlich ins Leben rettet, und indem ich ihn nun endlich in die Arme nehme, kann das Leben beginnen. Das Herz weitet sich noch einmal – vollkommene Offenheit für alles. Liebe und Leben im Todesbewusstsein. Demut hält Einzug. Eine neue Dimension beginnt.
An diesem „Ort“ sah ich auch „meinem ganz persönlichen Teufel“ in die Augen. Vor dieser Begegnung war mir noch nicht einmal bewusst, dass es ihn überhaupt in dieser Form gibt. Er lacht mir in Gesicht – mit glühenden Augen, doch da gibt es bereits keine Angst mehr in mir. Er soll mich einfach in Ruhe in lassen… mir den Buckel runter rutschen. Ich schaue ihm in die Augen und plötzlich wird sein Blick sanft und er gibt mir meinen „Schuldschein“ zurück (Dieser Schuldschein ist das elementare Missverständnis, dass wir getrennt sind – vom Leben, von der Liebe und vor allen Dingen von uns selbst.). Ich bin sprachlos, regelrecht baff, denn mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, dass ich ihm tatsächlich einen solchen übergeben hatte… In diesem Moment begreife ich, dass ich FREI von Schuld bin und liebenswert – der Liebe wert.

Aufgefangen sein

Manchmal verirren wir uns jedoch und kämpfen mit unseren Schattenbildern („persönlichen Themen“). Wir basteln an ihnen herum und wundern uns, dass es nichts bringt, keine Heilung bringt. Weil es nur die Schatten sind, die wir betrachten, die Schatten, die das Licht an die Wand malt. Wir selbst sind es, die vom Licht der Erkenntnis angeleuchtet werden… auf uns selbst gilt es den Blick zu richten, bis in die dunkelste Kammer hinein. Dort werden wir es finden, das erlösende Grauen, wenn wir es endlich aushalten, stehen zu bleiben und ihm ins Angesicht zu blicken… Loslassen! Die Bezeichnungen „dunkelste Kammer“, „Schwarzes Loch“, „Teufel“, „Tod“ und „Liebe“ – das sind alles wir selbst – wir haben uns nur für unsere selbst installierten abgetrennten Bereiche Namen ausgedacht. Das Selbst ist nicht zu definieren und das ist auch die Schwierigkeit, wenn wir es finden bzw. aufsuchen wollen… Solange wir in einer Trennung leben, wissen wir nicht, was das Selbst tatsächlich ist. Wenn wir loslassen, landen wir automatisch dort… und die Trennung ist vorbei. Wenn wir loslassen, erfahren wir diese „Instanz“ in uns, die größer ist, als wir uns vorstellen können. Jene Kraft, die auch als „außerhalb“ von uns liegende „universelle Macht“ bezeichnet wird. Sie fängt uns auf, wenn wir uns wirklich fallen lassen… tiefer und immer tiefer hinein, bis es nicht mehr weiter geht – ohne zu stoppen und uns doch wieder retten zu wollen. Springen… und nicht daran denken, wie es ausgehen wird. Einfach springen und der aufkommenden Panik standhalten… sich ergeben in die Situation, die wie ein Tod sein kann… loslassen und somit im wahren Leben ankommen. Vielleicht gibt es noch Sturzbäche von Tränen, unterbrochen von kleinen Inseln zum Ausruhen, doch mehr und mehr realisieren wir dann, wie unvorstellbar weit das Leben ist und dass es nicht getrennt vom Tod existiert, sondern nur mit ihm zusammen… Hand in Hand, Leben und Tod, wie Mann und Frau in einer innigen Umarmung… grenzenlos.
Ich befinde mich auf diesem Weg, auf dem alles gleichzeitig existiert… Trauer, Liebe und Unfassbarkeit… auch das „Schwarze Loch“ ist noch da, doch gehört nun all das zum Leben dazu und ich will nichts mehr ausklammern.

Conny Wenzel


Biographie Meret Oppenheim (1913-1985)


Meret Oppenheim (* 6. Oktober 1913 in Charlottenburg, heute Berlin; † 15. November 1985 in Basel) war eine deutsch-Schweizer surrealistische Künstlerin und Lyrikerin.

Meret Oppenheim war eine der wichtigsten Vertreterinnen des magischen Surrealismus.

Leben

Geboren wurde Meret Oppenheim als Kind des Hamburger Arztes Erich Alfons Oppenheim und seiner Schweizer Frau Eva Wenger. Ihren Namen erhielt sie nach Gottfried Kellers Meretlein aus dem Grünen Heinrich und wurde evangelisch erzogen. Während des Ersten Weltkrieges zog sie mit ihrer Mutter nach Delémont ins Haus der Großeltern. Danach von 1918 bis 1932 lebte die inzwischen auf drei Kinder angewachsene Familie in Steinen im Südwesten Deutschlands nahe der Schweizer Grenze.

Während ihrer Jugend hatte sie sich mit der Literatur Goethes, der der Romantiker, Gottfried Kellers, Rilkes und Hesses angefreundet. Nach Absolvierung der Volksschule in Steinen besuchte sie die Oberrealschule in Schopfheim, eine Privatschule in Zell, die Rudolf-Steiner-Schule in Basel, das Herrnhuter Mädcheninternat in Königsfeld im Schwarzwald und die Oberschule in Lörrach. Merets Lieblingsfächer waren Deutsch, Geschichte, Zeichnen und Naturkunde. Die Zeichnungen in ihrem Mathematikheft zeigten schon früh ihren Weg auf, sie wollte Malerin werden.

Schon ihre Großmutter Lisa Wenger besuchte die Kunstakademie in Düsseldorf und war Malerin und eine berühmte Kinderbuchautorin. So kam Meret Oppenheim schon frühzeitig in Kontakt zu Kunstschaffenden und dem Schriftsteller Hermann Hesse, der mit ihrer Tante Ruth Wenger einige Jahre verheiratet war.

1931 beschloss sie, ebenfalls Künstlerin zu werden und fuhr mit der befreundeten Künstlerin Irène Zurkinden 1933 nach Paris. Dort lernte sie Alberto Giacometti und Hans Arp kennen, die von ihren Arbeiten fasziniert waren und sie einluden, im Salon des Surindépendants auszustellen. In dieser Zeit, in der sie in den Kreisen von André Breton, Marcel Duchamp und Max Ernst verkehrte, entstanden einige bekannte Kunstobjekte wie die berühmte Pelztasse Déjeuner en fourrure und Ma gouvernante – my nurse – mein Kindermädchen, die von Alfred Barr jr. für das Museum of Modern Art in New York erworben wurden. Man Ray fotografierte sie 1934 in dem Bildzyklus Érotique voilée, was ihr den Ruf der „Muse der Surrealisten“ einbrachte. Um eine Durststrecke zu überbrücken und etwas Geld zu verdienen, machte sie 1936 auch Modeentwürfe.

Schlagartig berühmt wurde sie 1936 mit ihrem Objekt Frühstück im Pelz, einer pelzbezogenen Kaffeetasse. 1937 nahm sie an einer Gruppenausstellung der Surrealisten teil. Danach folgte eine Schaffenskrise. Sie kehrte in die Schweiz zurück, hatte Kontakt zur Gruppe 33 und besuchte dort für zwei Jahre die Gewerbeschule, um ihre technischen Fertigkeiten zu verbessern. 1939 beteiligte sich Oppenheim an einer Ausstellung für fantastische Möbel und zeigte dort unter anderem einen Tisch mit Vogelfüssen.

Im Jahr 1949 heiratete sie Wolfgang La Roche und lebte mit ihm bis zu seinem Tod 1967 in Bern. 1954 war ihre Krise überwunden, und sie bezog in Bern ihr eigenes Atelier. Zwei Jahre später, 1956, entstanden Kostüme und Masken für Daniel Spoerris Inszenierung von Picassos Theaterstück Wie man Wünsche am Schwanz packt.

Ab 1958 begann ihr intensives Schaffen, und dabei griff sie oft auf Skizzen, Entwürfe und Ideen ihrer Pariser Zeit zurück. 1967 hatte sie eine Retrospektive im Moderna Museet in Stockholm, und ab 1972 lebte und arbeitete sie abwechselnd in Paris und Bern.

Der Oppenheimbrunnen in Bern

1974 und 1975 hatte sie weitere Retrospektiven in den Museen von Stockholm, Winterthur, Duisburg und erhielt 1974 den Kunstpreis der Stadt Basel. 1981 erschien eine Publikation ihrer Gedichte mit Serigraphien unter dem Titel Sansibar, und daran schloss sich eine ähnliche Arbeit mit dem Titel Caroline an.

1982 wurde Meret Oppenheim mit dem großen Preis der Stadt Berlin geehrt, und sie nahm an der documenta 7 in Kassel teil. 1983 wurde der von ihr geschaffene Oppenheimbrunnen auf dem Waisenhausplatz in Bern eingeweiht, und 1985 schuf sie eine Brunnenskulptur für die Jardins de l’ancienne école Polytechnique in Paris.

1984 erschien in der Kunstrevue TROU Nr. 4 eine Arbeit von Meret Oppenheim; für die Vorzugsausgabe kreierte sie die Originalgraphik mit dem Abdruck ihrer eigenen Hand.

Kurz vor ihrem Tod wurde sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Am Tag der Vernissage zu ihrem Buch Caroline, am 15. November 1985, starb Meret Oppenheim.

In Basel wurde 2003 der Bau der Passerelle am Bahnhof SBB abgeschlossen und die Strasse darunter ihr zu Ehren Meret Oppenheim-Strasse benannt. Der Schweizer Kunstpreis Meret Oppenheim Preis ist nach ihr benannt.

Meret Oppenheim

Meret Oppenheim

(b Berlin, 6 Oct 1913; d Berne, 15 Nov 1985).
Swiss painter and sculptor of German birth. She studied in Basle at the Kunstgewerbeschule from 1929 to 1930. After seeing an exhibition of Bauhaus work, including that of Paul Klee, at the Basle Kunsthalle, Oppenheim produced her first Surrealist work, a series of pen-and-ink drawings in a school notebook. Oppenheim’s earliest works reflect the influence of Klee and the artists of Neue Sachlichkeit. She moved to Paris in 1932 and studied briefly at the Académie de la Grande Chaumière before meeting the Surrealists through Alberto Giacometti and Hans Arp the following year. Oppenheim quickly became known as the perfect embodiment of the Surrealist woman, the femme-enfant, who through her youth, naivety and charm was believed to have more direct and spontaneous access to the realms of the dream and the unconscious. She was celebrated by the Surrealists as the ‘fairy woman whom all men desire’. Man Ray posed her nude with an etching press in a celebrated series of photographs that includes Erotique voilée (1933). She first exhibited with the Surrealists in the Salon des Surindépendants in 1933, then participated in Surrealist meetings and exhibitions until 1937 and again, more sporadically, after World War II. Her participation ended shortly before André Breton’s death in 1966.


Meret Oppenheim in 1933


Meret Oppenheim


Med tatuering, 1980


Meret Oppenheim in 1980


Meret Oppenheim


Man Ray
Portrait of Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim



Man Ray
Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim


Man Ray
Meret Oppenheim


Object (Luncheon in Fur)
1936


Breakfast in Fur
1936


Tisch mit Vogelfьssen
1939


Das Ohr von Giacometti
1933


Untitled
1952


Le couple
1956


Weisser Kopf, blaues Gewand
1935


My Nurse
1936


My Nurse
1936


Unterirdische Schleife
1960


Uhrzeit Venus


Quelle
1959


Personnages
1951


Red Head, Blue Body
1936


Untitled


Etwas unter einem Heuhaufen
1969


Fahne
1974


Kleine weisse Schale und Messer


Frau mit Hut


Ich bin ein Wickelkind


Oh-oh-das Schicksal der Menschen!
1971


Am Wasser


Untitled


Untitled


Tete du poete
1966


Necklace
1937


Ring
1985


Ring
1985


Ring
1985


Untitled


Stone-woman
1938


Untitled
1964


Hermes Fountain


Fountain