Archive for 2010/08/29

Denk an mich


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Und am Abend sah ich
daß alles vergebens war
der Tag und das Leben
und das Streben nach Glück

Und nichts wird
zurückbleiben
was Bestand hätte an
Sehnsucht und Liebe

Doch kommst du vorüber
wo ich sein werde,
pflück eine Heckenrose
und denk an mich

G.Rombach


Wenn du mir begegnen willst


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Wenn du mir begegnen willst
dann suche im Schatten
von Platanen oder
tief in den Wäldern
des Nordens

Suche an einsamen Seen
und auf hohen Bergen

Wenn du mich finden willst
dann suche in
meinen Gedichten
Dort lebe und
dort liebe ich

G.Rombach


Sommer


CarolRobinson_SchneemannII

An diesen heißen Sommer
werden wir denken
wenn wir wieder
zu Schneemännern
gefroren sind

G.Rombach


Was du mir gelassen hast


Sabzi_PortraitOfMyLove_0

Was du mir gelassen hast
ist deine Musik,
deine Poesie
und die Erinnerung
an etwas
was ich Liebe nannte …

G.Rombach


Ich liebte dich


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Ich liebte dich

Ich liebte dich: vielleicht ist noch bis heute
In meiner Brust dies Feuer nicht verglüht;
Doch will ich nicht, dass sich dein Schmerz erneute –
Nichts soll fortan erregen dein Gemüt!

Ich liebte dich mit hoffnungslosem Schweigen,
Bald schüchtern, bald durch Eifersucht betrübt;
Ich liebte dich so innig, so treueigen –
Gott gebe, dass ein andrer dich so liebt!

Alexander Puschkin
1799-1837


Gedichte will ich schreiben dir


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Gedichte will ich für dich schreiben
so lange meine Hand die
Feder halten kann

Gedichte will ich schreiben
voll unerfüllter Träume

Verschlüsselt schreibe ich
mit unsichtbarer Tinte –
nur du kannst sie deuten

G.Rombach


Helle Juninächte


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Helle Juninächte
hoch im Norden
Weiße Birkenstämme
und Sonne die nicht
untergehen will

Mein Wanderweg am See
stets endet er bei einer Bank
wo du schon lange nicht mehr
auf mich wartest

G. Rombach


an dich


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an dich
zu denken
zu hause zu sein


Hochsommernacht


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Hochsommernacht

Es ist schon etwas, so zu liegen,
im Aug der Allnacht bunten Plan,
so durch den Weltraum hinzufliegen
auf seiner Erde dunklem Kahn!

Die Grillen eifern mit den Quellen,
die murmelnd durch die Matten ziehn;
und droben wandern die Gesellen
in unerhörten Harmonien.

Und neben sich ein Kind zu spüren,
das sich an deine Schulter drängt,
und ihr im Kuß das Haar zu rühren,
das über hundert Sterne hängt …

Es ist schon etwas, so zu reisen
im Angesicht der Ewigkeit,
auf seinem Wandler hinzukreisen,
so unaussprechlich eins zu zweit …

Christian Morgenstern
(1871-1914)


Immer wieder erdenke ich dich neu


 

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Immer wieder erdenke ich dich neu,

erschaffe dich

aus Sternenstoff und Träumen

Flüchtig bist du im Erwachen

wie Morgennebel

Unendlich langsam

meine Tage in

Erwartung der Nacht

G. Rombach